Favoritensieg beim ersten Rothenberger Panoramalauf
  07.07.2021 •     Kreis Odenwald , Berichte , Presse


215 Teilnehmer sorgen für erfolgreiche Premiere, die Veranstalter sprechen von einem „tollen sportlichen Ergebnis“.

Bericht aus dem Odenwälder Echo vom 06.07.2021 von Thomas Wilken:

 

ROTHENBERG - Der Favorit machte das Rennen: Tim Könnel von der TuS Helterberg ließ die Konkurrenz über zehn Kilometer beim ersten Rothenberger Panoramalauf mit 31:51 Minuten satte 90 Sekunden hinter sich. Hinter ihm landeten Jonas Uster (TSG Bad König) und Philipp Wenig (TSG 78 Heidelberg) auf den Plätzen zwei und drei. Strahlende Gesichter bei den Organisatoren: Mit 215 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war die Premiere auf Odenwaldhügeln ein voller Erfolg.

„Ein tolles sportliches Ergebnis“, freut sich Stefan Pahl vom Orga-Team. Da es wenige Konkurrenz-Veranstaltungen gab, fanden sich viele gute Läuferinnen und Läufer auf dem Höhenrücken im südlichen Odenwaldkreis ein. Die lobten, so Pahl, sowohl Ausrichtung als auch Panorama der Strecke. „Vom sportlichen Ergebnis her super“, bilanziert er mit Blick auf die gelaufenen Zeiten. Neben den zehn Kilometern gab es auch eine Runde über fünf Kilometer. Auf dieser Strecke gingen zusätzlich 13 Walker an den Start.

„Ich habe viele glückliche Menschen gesehen“, erzählt der Rothenberger Pahl. Denn der Volkslauf war einer der ersten, der nach Abklingen der Corona-Pandemie wieder durchgeführt wurde. Endlich konnte sich die Läufer-Community wieder zusammenfinden und austauschen. Ein Wermutstropfen: „Wir hätten gern Kuchen oder Gastro angeboten.“ Das habe sich aber organisatorisch in der Kürze der Zeit nicht mehr stemmen lassen, erklärte Pahl.

Der Mitorganisator bedauert, dass von knapp 200 Angemeldeten auf der Zehn-Kilometer-Strecke 40 nicht antraten. Und das trotz der relativ kurzen Anmeldefrist, die nicht wie bei den bekannten (Marathon-) Läufen ein Jahr oder mehr betrug. Aber das Ergebnis war seinen Worten zufolge trotzdem „hervorragend“ und rechtfertigte die viele Vorarbeit. Sascha Hafner vom Orga-Team kam auf gerade mal acht Stunden Schlaf an drei Tagen.

Der Laufsport im Ausdauerbereich „ist berechenbar“, erläutert Pahl. Die Topläufer bringen ihre konstanten Zeiten. In Rothenberg waren es vielleicht ein paar Sekunden mehr, den 80 Höhenmetern geschuldet. Deshalb ließ sich schon vor Beginn ziemlich gut abschätzen, wer später auf dem Siegertreppchen stehen würde. Aber nicht nur die Spitze, sondern auch die Breite war beim Panoramalauf am Start.

Den Hut zieht der Mitorganisator vor Erwin Hube vom TV Schwetzingen. Der lief mit seinen knapp 82 Jahren die zehn Kilometer in 57,20 Minuten – und brauchte damit nur zehn Sekunden mehr als der deutliche jüngere Pahl. Die ganz Jungen wiederum fehlten ein wenig im Starterfeld. Gerade mal drei Starter mit Jahrgang 2003 gingen auf die Strecke. „Die wollen wir nächstes Jahr gezielter ansprechen“, verdeutlicht der Rothenberger.

Wobei Pahl die selbst gesetzten Ziele für kommendes und den Rückblick auf dieses Jahr als „Jammern auf hohem Niveau“ bezeichnet. Denn für den Odenwald sieht er die Starterzahlen auf einem sehr guten Stand. In diesem ungewöhnlichen Jahr gibt es laut Pahl selbst bekannte Volksläufe, die weniger Teilnehmer hatten. Die Wiederholung wird 2022 wahrscheinlich etwas früher sein, da am ersten Juli-Wochenende etatmäßig eine Veranstaltung in Wilhelmsfeld geplant ist.

Die heimischen Cracks ließen sich die Gelegenheit ebenfalls nicht entgehen, ihre läuferischen Fähigkeiten zu testen. Etwa der evangelische Pfarrer Eberhard Ramme und Erster Stadtrat Oliver von Falkenburg nahmen die kürzere Strecke. in Angriff. Letzterer nahm dann auch mit die Siegerehrung vor, nachdem Bürgermeister Christian Kehrer den Startschuss gegeben hatte.

 

Das Bild zeigt Peter Hoffmann (Triathlon-Team Eltville) als einer der 219 Starter des ersten Rothenberger Panoramalaufs. (Foto: Thomas Wilken)