Premiere für den Rothenberger Panorama-Lauf
  26.06.2021 •     Kreis Odenwald , Berichte , Presse


Mit einem Jahr Corona-bedingter Verspätung findet nun im Juli der Rothenberger Panoramalauf doch noch statt. Zwei Lauf-Strecken stehen zur Auswahl, zusätzlich gibt es noch ein 5km-Walking-Angebot.

ROTHENBERG - Der Panoramalauf im Oberzent-Stadtteil Rothenber stößt auf viel Interesse bei regionalen Top-Läufern, freut sich Mitorganisator Stefan Pahl. Die Zehn-Kilometer-Strecke ist offiziell vermessen. Am Sonntag, 4. Juli, wird in zwei Etappen gestartet: Um 9.15 Uhr legen die Cracks über die Langstrecke los, um 11.15 Uhr sind die Walker und Fünf-Kilometer-Läufer dran. Es lockt ein aussichtsreicher Kurs mit Blicken zu Königstuhl und Katzenbuckel. Über 200 Starter haben bislang gemeldet, darunter auch Maurice Ehinlanwo aus der Triathlon-Bundesliga.

Die Planungen starteten bereits 2019. Als der Lauf 2020 das erste Mal stattfinden sollte, funkte Corona dazwischen. Die Rothenberger haben in diesem Jahr mit dem der frühzeitigen Planung des nächsten Versuchs aufs richtige Pferd gesetzt. Es finden praktisch keine anderen Volksläufe statt. „Das spielt uns in die Karten“, lächelt Pahl. Bereits jetzt haben einige Top-Athleten Interesse bekundet oder zugesagt.

Julian Beuchert von der LAZ Mosbach etwa, aktueller Odenwaldrekordhalter der zehn Kilometer auf der Straße in 30:57 Minuten. Sein Start beim Panorama-Lauf ist noch nicht ganz sicher aufgrund von Terminüberschneidungen. Tim Könnels Bestzeit liegt bei 30:39 Minuten. Der Arzt aus der Westpfalz hat sich bereits eingetragen. Mit Tobias Balthesen vom TV Eberbach ist ein Spezi des Triathleten Timo Bracht dabei.

Die aktuelle Bestzeit von Svenja Clemens aus Bad König über 5000 Meter beträgt 17:34 Minuten, aufgestellt vor Kurzem bei der deutschen Meisterschaft in Mainz. Auch sie kommt nach Oberzent. Die gleiche Strecke nimmt sich bei den Männern Lokalmatador Sascha Hafner vom Lauftreff der SG Rothenberg vor der Brust. Er peilt 18 Minuten an.

Über fünf Kilometer geht Jessica Keller an den Start. Sie lief vor einem Monat die 1500 Meter in 4:39 Minuten.

„Jeder ist für sich ein Topläufer“, macht Pahl klar, dass es sich um einen Volkslauf für die Masse handelt. Aktuell werden es jeden Tag ein paar Meldungen mehr. Einige, weiß er aus Erfahrung, „beobachten die Startliste bis zum letzten Tag“ und warten ab, ob interessante Meldungen dabei sind. Das können sie sich leisten, denn die Startgebühren sind mit zehn Euro günstig.

Neu ist ein Walking-Angebot über fünf Kilometer. Das nahmen die Organisatoren auf Anfrage mit auf, als die Inzidenzen immer weiter in den Keller gingen. Allerdings ist die Doppelrunde über zehn Kilometer nicht möglich, da auf dem Begegnungsabschnitt ein Verletzungsrisiko bestünde, bedauert Pahl.

Was heute beschlossen wird, kann nächste Woche wieder Makulatur sein: Bisher galt dieser Satz während der Pandemie eher in die negative Richtung. Inzwischen, freuen sich die Macher, werden sie von den positiven Ereignissen überholt. Wo zuerst nur 100 Teilnehmer pro Starterwelle möglich waren, stieg die Zahl durch abnehmende Inzidenzzahlen von zwischenzeitlich 200 auf jetzt 500. Dazu werden separat die „3G“ gezählt: Genesene, Geimpfte und Getestete.

In Rothenberg gibt es an diesem Tag noch ein anderes sportliches Event, macht er Werbung für das Höhendorf im südlichsten Teil des Odenwaldkreises. Beim Rad- und Inliner-Tag ist die Landesstraße nach Beerfelden von 10 bis 18 Uhr gesperrt, um hier ohne Autos auf zwei Rädern oder mehreren Rollen acht Kilometer einfach zurückzulegen. „Vielleicht hat ja der eine oder andere Läufer Lust zum gemütlichen Ausrollen“, sagt er.

 

 

Weitere – besonders: AKTUELLE – Infos und Online-Anmeldung unter

www.panorama-lauf.de.

 

Text nach einem Beitrag im Odenwälder Echo vom 26.06.2021 (evtl. kostenpflichtig)